Welche Massagearten gibt es?

Klassische Massage

Mit verschiedenen Grifftechniken, etwa Kneten, Streichen, Klopfen, Vibrieren und systematischem Walken wird gezielt die Muskulatur behandelt.

  • Dabei werden Verspannungen gelöst.
  • Die Muskulatur wird besser durchblutet und sie erholt sich nach Anstrengungen schneller.
  • Gifte und Stoffwechselprodukte werden schneller abtransportiert.
  • Die Streichungen regen den Lymphstrom an und vermindern dadurch Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe.
  • Die Massage stimuliert die Nervenenden und löst Nervenimpulse aus, die im zentralen Nervensystem in „Entspannungsbefehle“ umgewandelt und an die Muskeln zurückgesendet werden. Das lindert Schmerzen.
  • Gut gelockerte Muskeln beugen Verletzungen vor.

Die Klassische Massage kann kräftig als Sportmassage ausgeführt werden, etwas leichter für den nicht so sportlichen Menschen, aber auch sehr sanft, etwa als Aromaölmassage.

Manuelle Lymphdrainage

Der Masseur kreist mit Hand und Daumen  ganz langsam und vorsichtig über den Körper und pumpt so systematisch die Lymphe nach oben zum Eingang in die Drosselvene.

Lymphgefäße sind sehr dünn und vertragen wenig Druck. Die Manuelle Lymphdrainage gilt deshalb zu Recht als besonders sanfte und harmonische Massageform.

Auch in ihrer Wirkung unterscheidet sich die Manuelle Lymphdrainage deutlich.

  • Sie beseitigt Stauungen, löst Schlackenstoffe aus dem Bindegewebe, behebt Stoffwechselstörungen und unterstützt den Abwehrmechanismus.
  • Zugleich wird ein Rezeptor aktiviert, der das Schmerzempfinden hemmt.
  • Der Parasympathikus – das beruhigende Nervensystem – wird angeregt, die Muskeln entspannen sich, die Verdauung wird angeregt, Puls und Blutdruck sinken.

Lymphdrainagen sind, außer bei sehr starken Ödemen, sehr angenehm und überhaupt nicht schmerzhaft.

Fußreflexionen-Massage

Die Fußreflexzonen-Massage ist eine kräftige, wellenförmige Massage an den Füßen.

Schon vor langer Zeit entdeckten Heilkundige verschiedener Regionen ihre wohltuende Wirkung. Unsere gegenwärtigen Massagetechniken gehen auf Dr. Fitzgerald zurück. Er hatte seine Kenntnisse von indianischen Stämmen.

Die Fuß-Reflexzonenmassage basiert auf dem Prinzip, dass es Bereiche an den Füßen gibt, die jedem Organ, jeder Drüse in der Struktur des Körpers entsprechen.

Tatsächlich sind oft gerade die Punkte erkrankter Organe bei der Massage am Fuß etwas schmerzhaft. Durch die Behandlung dieser Region werden die entsprechenden Körperteile angeregt oder beruhigt. Die Durchblutung wird gefördert, der Bereich entspannt sich. Oft verändert sich dadurch auch der betreffende Bereich des Körpers.

Die Wirkung der Fußreflexzonenmassage ist zwar wissenschaftlich nicht begründbar, aber die Praxis und immer mehr Studien zeigen ihre enorme Wirksamkeit. Schmerzen sind normalerweise nur an erkrankten Stellen zu verspüren und lassen schnell nach.

Segmentmassage

Segmentmassage gehört ebenfalls zu den Reflexzonenmassagen.

Zwischen den oberen Schichten und den tieferen Schichten des Körpers bestehen nämlich Wechselwirkungen. Das hängt damit zusammen, dass die Spinalnervenäste eines Wirbelsäulensegments untereinander in Verbindung stehen. Sie versorgen Haut, Muskeln, Gefäße, Nerven, Knochen und Organe und empfangen auch Reize von diesen Gebieten.

Behandelt man einen Teil dieses Segments, wirkt sich das auf alle anderen Bereiche des gleichen Segments aus. Umgekehrt lassen sich dadurch auch Veränderungen eines Organs an der Haut, am Bindegewebe und der Muskulatur erkennen.
An diesen Veränderungen setzt dann die Segmentmassage an. Bekannte Organzonen werden gezielt bearbeitet und dadurch auch an den entsprechenden Organen Reize gesetzt.
Segmentmassagen sind auch dann ein besonderer Zugang zum Körper, wenn die Schulmedizin nicht helfen kann. Sie sind normalerweise nicht sehr schmerzhaft.

Bindegewebsmassage

Generell verklebtes Bindegewebe kommt viel häufiger vor, als den meisten bewusst ist. Es gibt uns ein Gefühl der Spannung in der Haut, vermindert die Beweglichkeit stark und kann sogar die Atmung beeinflussen.

Zusätzlich geht die Bindegewebsmassage als spezielle Form der Reflexzonenmassage davon aus, dass bei Erkrankungen innerer Organe Spannungsveränderungen im Bindegewebe der Unterhaut entstehen. Es gibt Einziehungen und/oder Quellungen an genau bestimmten Stellen.

Die Hände des Masseurs „zerschneiden“ die Verklebungen und setzen gezielte Reize an diesen Stellen und beheben diese Spannungsveränderungen. Dadurch verändern sich auch die Spannung der Haut und bestimmte Zustände in den entsprechenden Organen und sie normalisieren sich.

Damit wirkt die Bindegewebsmassage auch bei vegetativer Dystonie und zur Straffung des Bindegewebes sowie bei Durchblutungsstörungen.

Bindegewebsmassagen sind meist etwas schmerzhaft, aber hochwirksam.

Akupunktmassage

Die Akupunkt/Meridianmassage geht davon aus, dass Gesundheit gleichmäßig fließende Energie (Qi) voraussetzt. Diese Energie läuft auf genau definierten Bahnen, Meridiane genannt. Vorne und innen am Körper fließt Yin, hinten und außen Yang. Zwischen den beiden muss ein Gleichgewicht herrschen.

Krankheit bedeutet einen Mangel an Energie oder einen Überschuss/ Stau an Energie. Erst wenn dieses Ungleichgewicht behoben ist, kann der Körper genesen.

Mit den Fingern oder kleinen Metallstäbchen werden diese Bahnen abgefahren, bis die Energie wieder fließt. Das tut überhaupt nicht weh.

Spezielle Punkte können bei Bedarf zusätzlich gedrückt werden. Sie sind manchmal schmerzhaft.

Der so genannte Kleine Kreislauf kann auch gezogen werden, wenn andere Massagetechniken aufgrund von Erkrankungen nicht behandelt werden können.

Dorn/Breuss-Methode

Eine Kombination aus sanfter Massage mit Johanniskrautöl, kräftigem Abfahren der Gelenke und Ihrer tatkräftigen Mitarbeit durch Schwingen der Arme, Beine und des Kopfes.

Marnitz-Methode

Auch als  Schlüsselzonenmassage bekannt. Schlüsselzonen sind Bereiche des menschlichen Körpers, die über Reflexbögen miteinander verbunden sind. Dadurch können Symptome einer Erkrankung oder Verletzung an der entsprechenden Gegenzone „sichtbar“ (z. B. durch Rötung oder Schmerz) werden. Die Massage selbst wird gezielt auf Muskeln, Bänder oder Punkte angewendet. So gibt es eine lokale und eine reflektorische Wirkung erreicht.

Da die Massage nur sehr gezielt und nicht großflächig angewendet wird, können auch Patienten mit Ödemen behandelt werden.

„lugg’lo“ Massagepraxis

Silvia Tschitschnig
Simmeringstraße 5 – 6424 Silz – Tirol/Austria – 0043/664 3533 272 –  silvia@tschitschnig.at